Nicht für alles eine Lösung.
Aber ein Buch.
Stöbern Sie durchs Regal. Gedruckte Bücher kommen per Post, digitale Produkte direkt ins Postfach.
Bald im Regal
Diese Titel sind noch nicht erschienen. Vormerken, und wir melden uns zum Erscheinungstag.
Dr. Benjamin Förster
Dr. Benjamin Förster hat eine Mission: Er will die Psychologie aus den staubigen Hörsälen und sterilen Praxisräumen direkt in das echte, chaotische Leben holen. Als promovierter Psychologe, Therapeut und Psychotherapiewissenschaftler kennt er die menschliche Seele sowohl aus der klinischen Praxis als auch aus der theoretischen Forschung.
Doch er ist kein Freund von komplizierten Diagnosen, die Menschen in enge Schubladen stecken. In seiner Arbeit als Dozent und Autor hat er sich darauf spezialisiert, psychologische Mythen zu entlarven und das „Normale“ kritisch zu hinterfragen.
Er schreibt für jene, die täglich funktionieren, die an sich zweifeln und die trotz aller Widrigkeiten weitermachen – kurz gesagt: für uns alle. Dr. Benjamin Förster ist davon überzeugt, dass Selbsterkenntnis zwar harte Arbeit ist, aber deshalb noch lange nicht humorlos sein muss. Er lebt und arbeitet dort, wo die Theorie auf die Praxis trifft. Er ist die Stimme für alle, die begriffen haben, dass „ganz dicht“ eigentlich niemand ist – und dass genau darin unsere größte Stärke liegt.
„Ich schreibe Bücher über die Dinge, die eigentlich ganz einfach wären, wenn Menschen nicht Menschen wären. Und weil wir es nun einmal sind, lohnt es sich, genauer hinzuschauen, manches zu verstehen und über den Rest wenigstens gemeinsam zu lachen.“
Wie entstehen eigentlich meine Bücher?
Diese Frage bekomme ich inzwischen häufiger gestellt: Wie schafft man es, innerhalb relativ kurzer Zeit mehrere Bücher zu schreiben? Und die Antwort ist vermutlich weniger spektakulär, als man erwarten würde.
Denn die meisten meiner Bücher entstehen nicht in dem Moment, in dem ich mich an den Schreibtisch setze und beschließe: So, jetzt denke ich mir mal 150 Seiten kluge Dinge aus. Vieles davon ist längst da.
Es entsteht in meiner täglichen Arbeit als Psychologe und Psychotherapeut. In Gesprächen mit Patientinnen und Patienten, in denen ich versuche, komplizierte psychologische Zusammenhänge so zu erklären, dass sie im echten Leben verständlich und brauchbar werden. Manche Bilder, Beispiele und Sätze benutze ich dabei seit Jahren. Nicht, weil mir nichts Neues einfällt, sondern weil ich irgendwann merke: Das funktioniert. Menschen verstehen damit etwas über sich selbst, das vorher schwer greifbar war.
Andere Gedanken entstehen in Vorträgen, Workshops und Weiterbildungen oder bei der Vorbereitung meiner Vorlesungen. Wer regelmäßig mehrere Stunden vor Menschen steht und Psychologie vermittelt, sammelt zwangsläufig ziemlich viel Material. Modelle werden vereinfacht, Beispiele entwickelt, Übungen ausprobiert, Folien gebaut, Geschichten erzählt – und manchmal entsteht mitten im Reden ein Satz, bei dem ich selbst denke: Den sollte ich mir eigentlich aufschreiben.
Meine Bücher beginnen deshalb selten bei einer leeren Seite. Sie beginnen häufig mit Material, das über Jahre gewachsen ist.
Wenn ich ein Buch schreibe, denke ich also nicht jedes Thema von Grund auf neu. Vielmehr sortiere, verbinde und verschriftliche ich Gedanken, die in meiner Arbeit ohnehin eine Rolle spielen. Aus einer Erklärung im Therapieraum wird ein Abschnitt. Aus einem Workshop wird vielleicht ein Kapitel. Aus einer Vorlesung entsteht eine Struktur. Und aus einem Gedanken, den ich schon hundertmal ausgesprochen habe, werden irgendwann zwei Seiten Text.
Das erklärt auch, warum manches Buch vergleichsweise schnell entstehen kann. Das eigentliche Schreiben dauert vielleicht einige Wochen. Die Gedanken dahinter sind aber oft Jahre alt.
Natürlich gehört trotzdem Arbeit dazu: auswählen, strukturieren, recherchieren, formulieren, überarbeiten, wieder streichen, erneut formulieren – und irgendwann den durchaus schwierigen Punkt erreichen, an dem man akzeptieren muss, dass auch ein Buch nicht dadurch besser wird, dass man zum 47. Mal an einem Absatz herumoperiert. Menschen haben schließlich sogar beim Schreiben von Büchern über Perfektionismus noch Gelegenheit, perfektionistisch zu werden. 😏
Vielleicht ist genau das der rote Faden meiner Bücher: Ich möchte Psychologie nicht nur wissenschaftlich korrekt beschreiben, sondern so übersetzen, dass sie im Alltag etwas bewirken kann. Mit verständlichen Bildern, Humor, konkreten Beispielen und Gedanken, die man vielleicht noch ein bisschen mit sich herumträgt, nachdem man das Buch längst zugeschlagen hat.
Deshalb fühlt es sich für mich manchmal auch gar nicht so an, als hätte ich in kurzer Zeit viele Bücher geschrieben.
Ich habe vielmehr angefangen, das aufzuschreiben, was ich seit Jahren erzähle.